|
Ein Beitrag von Herrn
Reinhard Werry, Geschäftsführer der Unter Franchising
versteht man Vertriebs- und Dienstleistungs- |
![]() |
|
Der große Fisch ganz
hinten in der obigen Abbildung hat daher die |
| Bestandteile des Franchise-Systems |
![]() |
| Das
Franchise-Konzept Das Franchise-Konzept ist das Grundgerüst Ihres Systems. Hier müssen Sie unter anderem folgendes dokumentieren: Ihre Firmenphilosophie Ihr besonderes, unverwechselbares Angebots- bzw. Leistungsprofil Ihr Erscheinungsbild Corporate Identity Corporate Design etc. Ihre Marktdurchdringungsstrategie (Vertriebs- und Werbestrategie) Rechtliche Rahmenbedingungen Anforderungsprofil an Ihre zukünftigen Partner Planungsrechnung für Ihre zukünftigen Partner (Investitionen, Kosten, Erträge, Finanzierung usw., einschließlich Risikoanalyse) Der Franchise- Vertrag Die gegenseitigen Rechte und Pflichten werden in einem Franchise- Vertrag geregelt. Diesen sollten Sie in jedem Falle von einem Anwalt, der im Franchise-Recht Erfahrungen hat, entwickeln lassen. Der Autor dieses Artikels nennt Ihnen gerne entsprechende Adressen. Zur Einfüh- rung ist auch das Buch von Dr. Patrick Giesler, Franchiseverträge, RWS-Verlag, Köln 2000, sehr gut geeignet. Die Handbücher Das Handbuch bzw. die Handbücher, oft auch als Betriebs- oder System-handbücher bezeichnet, sind nach dem Franchise-Vertrag die wichtigsten Grundlagen eines Franchise-Systems; wobei die Zahl der Handbücher von der Komplexität des jeweiligen Systems abhängt. In diesen Handbüchern muss der Franchise-Geber sein gesamtes Know-how, die Grundlagen der Zusammenarbeit und die gegenseitigen Rechte und Pflichten festlegen. Ein Franchise-Nehmer muss in der Lage sein, danach sein Unternehmen erfolg- reich zu führen. Hier wird aber auch das gesamte optische Erscheinungsbild und der Auftritt nach außen verbindlich festgelegt. Folgende Mindestinhalte müssen die Handbücher enthalten: Grundsätze des Systems, Philosophie und Erwartungen an den Partner Standortwahl, Ausstattung, Einrichtung der Büros bzw. Verkaufs- und Arbeitsräume Betriebsorganisation, Rechnungswesen Informationen zum Dienstleistungsangebot Grundsätze der Dienstleistungspräsentation Verkaufsgrundsätze, Zielgruppen, Kundenpflege Personalfragen, Anforderungsprofil, Einarbeitung etc. Werbemittel (von der Geschäftseröffnung bis zu speziellen Aktionen) Verwaltung, Recht Schulung, Weiterbildung, Betreuung Der Planungszeitraum Schnellschüsse führen oft zu kostspieligen Fehleinschätzungen und Fehlentwicklungen. Im Durchschnitt vergehen eineinhalb bis zwei Jahre, bis Sie mit Ihrem System durchstarten können. Die Kosten Ein Franchise-System kann man nicht zum Nulltarif entwickeln und einführen. Fehler bei der Vertrags- und Systementwicklung, insbesondere in der ersten Umsetzungsphase, rächen sich meistens. Welche Kosten konkret entstehen, hängt von Ihrem System ab. Lassen Sie sich beraten. |
| Erfolgspyramide eines Franchise-Systems |
![]() |
| Der
Erfolg Als Franchise-Geber können Sie gute Gewinne erwirtschaften, aber im Regelfall erst nach Abschluss der Pilotphase. Wie schnell und wie viele Partner Sie finden, hängt von der Attraktivität Ihres Systems ab. Dazu gehört auch die richtige Strategie zur Gewinnung neuer Partner. Auch hierfür sollten Sie professionelle Vertriebspartner einbeziehen. Diese Partner werden im Regelfall erfolgsorientiert vergütet. Ihre Refinanzierung und Deckung der laufenden Kosten setzt sich aus folgenden Einnahmen zusammen: Einstiegsgebühr als Einmalzahlung. Die laufende Franchise-Gebühr als Monatszahlung, entweder als Fest- betrag oder (überwiegend praktiziert) als Prozentsatz vom Umsatz Ihrer Franchise-Nehmer. Die Werbeumlage (im Regelfall als Monatsbeitrag) ebenfalls als Fest- betrag oder in Prozenten vom Umsatz. Diese Werbeumlage ist aber aus-schließlich für die Gemeinschaftswerbung einzusetzen. Über die Verwen- dung sollte ein Werbebeirat entscheiden. Reinhard Werry Anschrift des Verfassers: W&W Betriebsberatung Franchise-System-Zentrale GmbH Brückenstrasse 19 59065 Hamm Tel: 02381/95595-20 Fax:02381795595-10 E-mail: info@betriebsberatung. de Internet: www.betriebsberatung.de Stufen zum Franchise-Erfolg 1. Stufe: Durch eine Ist-Analyse werden die Stärken und Schwächen ermittelt. 2. Stufe: Zum Konzept gehören neben den Regelungen der rechtlichen Rahmenbedingungen das Betriebshandbuch und die Darstellung des Marktauftrittes. 3. Stufe: Pilot-Partner testen den Markt. In dieser Phase sollte nach keine größere Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden, da erkannte Fehler korrigiert und das System optimiert werden müssen. 4. Stufe: Jetzt ist ein möglichst großzügiger Marktauftritt erforderlich. Das System muss möglichst schnell einen hohen Bekanntheitsgrad erlangen. 5. Stufe: Laufende Betreuung und insbesondere ein professionelles Control- ling muss das Wachstum sichern. 6. Stufe: Die Marktführerschaft auf dem ganz speziellen Sektor muss das Ziel eines Systems sein. zurück zur Übersicht |